Gewalt kommt nicht in die Tüte

Gewalt kommt nicht in die Tüte

Berliner Unternehmen engagieren sich gegen Gewalt an Frauen

Beschreibung: 

Jährlich organisieren Frauenprojekte, Gewerkschaften, Parteien, Vereine und die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten um den 25. November eine Vielzahl von Veranstaltungen. Die Partner sind Berliner Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und mit uns gemeinsam öffentlich Stellung beziehen.

Gewalt gegen Frauen ist kein Tabuthema mehr. Seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes 2002 ist sie als Straftat definiert und von der Polizei und den Gerichten als solche verfolgt. Dennoch sind die eigenen vier Wände für viele Frauen und ihre Kinder kein Ort der Geborgenheit und Sicherheit, sondern der Ort, an dem sie Demütigung und lebensgefährliche Bedrohung erleben.

Das Anliegen
unserer Öffentlichkeitskampagne ist es, Bürgerinnen und Bürger für das Problem der häuslichen Gewalt zu sensibilisieren und zu mehr nachbarschaftlicher Aufmerksamkeit zu motivieren.

Der Anlass
ist der Internationale Aktionstag “Nein zu Gewalt an Frauen” am 25. November. Jährlich organisieren Frauenprojekte, Gewerkschaften, Parteien, Vereine und die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten um den 25. November eine Vielzahl von Veranstaltungen.

Die Partner
sind Berliner Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und mit uns gemeinsam öffentlich Stellung beziehen. Dabei können wir bereits auf langjährige Partner wie die Kaiser’s Tengelmann AG, die BSR, Berliner Stadtreinigung, Die Wohnungsbaugenossenschaft „Treptow Nord“ eG, Vineta 98 Wohnungsgenossenschaft eG, die Stadt und Land Wohnbauten Gesellschaft mbH, die gemeinnützige wohnungsgenossenschaft neukölln eg und das Berliner Fenster, die Werbeplattform in der U-Bahn zählen.

Die Werbeträger
sind Dinge zum täglichen Gebrauch. Die Unternehmen wählen den Werbeträger aus, der am besten zu ihrem Unternehmen passt (Tüten, Kugelschreiber, Post-it, Maßbänder, Notizblöcke, Lippenpflegestifte, Kalender ...). Beim Verteilen der Werbeträger kommen wir mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch und informieren in Kooperation mit der Polizei und den Antigewaltprojekten über Beratungs- und Hilfsangebote.

Die Initiatorinnen
der Öffentlichkeitskampagne sind die Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, die Hotline der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen und Terre des Femmes Berlin.

Fotos der letzten Aktionstage in unserer Fotogalerie.

Weitere Informationen zur Geschichte des 25. November.

Unterstützer:

Logo: Stadt und Land

Logo: WBG Treptow Nord Logo: Vineta 98 Wohnungsbaugenossenschaft

Fotos der letzten Aktionstage und der Werbeträger

2010, Kaisers Back-Stop-Filiale

2009, Pressekonferenz

2008, Pressekonferenz mit dem Senator Harald Wolf und den Unternehmen






2009, Vorstellung der Werbeträger

2008, Werbeträger

 

 

 

 

 

 

 

 

2007, Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen

2007, Verteilung der Werbeträger im Shopping- und Freizeitcenter ALEXA

2008, Fachtagung

2007, Start der Kampagne mit der Damenschlagkapelle uSAMBAras im Shopping- und Freizeitcenter ALEXA

2007, Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen sowie die Unternehmen

2006, Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen sowie die Unternehmen

2006, Start der Kampagne in der Galeria Kaufhof

2006, Promotion

2006

2006, Werbeträger

Plakat: Gewalt kommt nicht in die Tüte

2006, Werbeplakat

2005, Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

2005, Werbeplakat

 

 

 

2005, BSR Kehrmaschine

2005, Neuköllner Tütenaktion

 

2004, Harald Wolf,
Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen

 

2004, Staatssekretärin Susanne Ahlers,
Senatsverwaltung für Wirtschaft,
Arbeit und Frauen

 

2004, Werbesmart

2004, Harald Wolf, Senator für Wirtschaft,
Arbeit und Frauen und Werbesprinter

 

2004, Einkaufschip der Initiative
der Philip Morris GmbH

 

 

2004, Werbeplakat

Zur Geschichte des Aktionstages

Am 25. November 1960 wurden drei der vier Schwestern Mirabal, Patria, Minerva und Maria Teresa, vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Ihre Untergrundaktivitäten ge­gen die brutale Trujillo-Diktatur, unter der die Dominikanische Republik über 30 Jahre zu leiden hatte, waren ihnen zum Verhängnis geworden. Nur eine Schwester überlebte: Dédè, die seither den Widerstand ihrer Schwestern lebendig hält. Der Mut der Mirabal-Schwestern gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Rund 20 Jahre später wird der 25. November ein internationaler Gedenktag: 1981, auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus.

Zu den bisherigen Aktionen

Anlässlich des Internationalen Tages – ”NEIN zu Gewalt an Frauen” organisieren Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Frauenprojekte, Vereine, Gewerkschaften und viele ehrenamtliche Frauen alljährlich um den 25. November eine Vielfalt von Veranstaltungen. Ergänzend dazu gibt es seit 2001 die von der Organisation für internationale Menschenrechte für Frauen TERRE DES FEMMES initiierte bundesweite Fahnenaktion.

2001
Die Aktion ”Gewalt kommt nicht in die Tüte”

Im Herbst wurde in Saarbrücken erstmals die Aktion ”Vergewaltigung kommt nicht in die Tüte”, nach der Idee und unter Leitung von Karin Heisecke, umgesetzt. Sie rief eine ungewöhnliche Koalition, bestehend aus Antigewaltprojekten, Frauenprojekten, dem Frauenbüro der Stadt und Bäckereien, ins Leben. Die Idee war Bäckertüten als Medium zu nutzen, um das Tabuthema häusliche Gewalt verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

2003
Nur Schwache wollen mit Gewalt stark sein

Die Frauenbeauftragten der zwei Berliner Bezirke Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf griffen die Idee 2003 aus Saarbrücken auf und ließen am 25. November in Bäckereien Backwaren in Tüten mit dem Slogan ”Gewalt kommt nicht in die Tüte” verkaufen. Prominente wie der Boxer Axel Schulz und der Weltmeister im Kickboxen Cengiz Koç unterstützten die Aktion in Neukölln.

2004

Seit 2004 initiiert die Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, der Hotline der Berliner Initiative gegen Gewalt gegen Frauen und Terre des Femmes Berlin jährlich zum 25. November eine berlinweite Öffentlichkeitskampagne. Sie erstreckte sich über einen Zeitraum von 6 Monaten.

Mobil für einen guten Zweck

Die Firma Flexpress Berlin GmbH & Co. KG stellte Mietautos für einen sechsmonatigen mobilen Werbeeinsatz zur Verfügung. Diese Autos waren als Kurierautos in ganz Berlin unterwegs. Unterstützt wurde die Aktion von der Berliner Stadtreinigung BSR, dem Rathauscenter Pankow, der Wohnungsgenossenschaft VINETA 98, das Finanzkontor und der Mercedes Benz AG.

Wer Frauen schlägt, kriegt nix gebacken

Am 25. November wurden 1 Millionen Bäckertüten mit dem Antigewaltslogan und den Logos der unterstützenden Unternehmen in Berlin vertrieben. Allein 500. 000 Tüten wurden durch die Kaiser’s Tengelmann AG finanziert. Weitere Sponsoren waren die Schlosspark Klinik, die Parkklinik Weißensee, die GESOBAU AG, die EURAMEDIA WERBUNG Berlin, Gabriele Jahn, der Verein Frauenschmiede e.V., das HELIOS Klinikum Buch, der Optiker Wittig, die Interessensgemeinschaft Reichsstraße sowie die Bezirksämter von Berlin.

2005
Gewalt kommt nicht in die Tüte

Werbeträger der berlinweiten Öffentlichkeitskampagne in diesem Jahr waren neben 500.000 Tüten für Backwaren, Stoffbeutel und Einkaufswagenchips. Unternehmen wie die Kaiser’s Tengelmann AG, die BSR Berliner Stadtreinigung die Philip Morris GmbH, das Berliner Fenster sowie zahlreiche Bäckereien unterstützten die Kampagne und bezogen damit öffentlich Stellung gegen häusliche Gewalt. Aufgrund der Tatsache, dass in Neukölln der Anteil der türkischen Migrantenfamilien sehr hoch ist, hat die Gleichstellungsbeauftragte die Kampagne erweitert. Deshalb wurden 50.000 Tüten und Stoffbeutel mit dem Slogan ”Aile içi siddete son – Schluss mit Gewalt in der Familie” in türkischen Geschäften und auf den Wochenmärkten verteilt. Unterstützt wurde die Aktion von der Kaplan GmbH und der Philip Morris GmbH.

2006
Für ein Zuhause ohne Gewalt

Mit dem Slogan “Für eine Zuhause ohne Gewalt” auf Schlüssel- und Maßbändern konnten neue Unternehmen wie die Securitas Sicherheitsdienste Deutschland Holding GmbH & Co KG, das Kaufhaus Galeria Kaufhof am Alex, die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH, die WBG Köpenick Nord e.G., die Wohnungsgenossenschaft Altglienicke eG, die ABG Paradies, die Wohnungsbaugenossenschaft “Treptow Nord” eG, die DEGEWO und die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG gewonnen werden. Insgesamt wurden 500.000 Bäckertüten, 2000 Schlüsselbänder und 2000 Maßbänder an Bürgerinnen und Bürger verteilt. Auch in 2006 wieder mit dabei waren die Kaiser’s Tengelmann AG und die BSR, Berliner Stadtreinigung. Das Berliner Fenster, die Werbeplattform in der U-Bahn, bewarb die Kampagne öffentlichkeitswirksam. In Neukölln wurden 100.00 Tüten in türkischer Sprache mit dem Aufdruck “Aile içi siddete son – Schluss mit Gewalt in der Familie” verteilt. Bedeutsam war es, dass in diesem Jahr der Imam Harun Bulut der Sehitlik Moschee am Columbiadamm und der türkische Generalkonsul Ahmet Nazif Alpmann für eine Beteiligung an der Aktion gewonnen werden konnten und gemeinsam mit dem Bezirksamt und den Sponsoren nach dem Freitagsgebet an die Gläubigen gefüllte Aktionstüten verteilt haben. Zuvor hatte der Imam in seiner Predigt mit deutlichen Worten gegen Gewalt an Frauen, in der Familie und gegen Zwangsverheiratungen ein wirkungsvolles Zeichen in den häufig noch patriarchisch geprägten Lebenswelten gesetzt. Unterstützt wurde die Kampagne von der Yeni Bolu -Supermärkte GmbH und der Kaplan GmbH.

2007
Berliner Unternehmen gegen häusliche Gewalt

Auf unsere berlinweite Öffentlichkeitskampagne im Jahr 2007 haben wir von vielen Seiten wieder eine sehr positive Resonanz erfahren, die Medien berichteten mit großem Interesse von der Auftaktveranstaltung am 21. November im Shopping- und Freizeitcenter ALEXA. In diesem Jahr haben sich weitere Berliner Unternehmen an der Aktion beteiligt. Mit dem Slogan „Für ein Zuhause ohne Gewalt“ auf 2.800 Maßbändern, 10.000 Postkarten und 750 Heizkörperentlüftungsschlüsseln engagierten sich die Berliner Stadtreinigung (BSR), die STADT- und LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, die Vineta 98 Wohnungsgenossenschaft eG, Securitas Sicherheitsdienste Deutschland Holding GmbH & Co KG, die ALBA Deutschland GmbH, Bären Wärme, die AUTOVIVA GmbH, die Wohnungsbaugenossenschaft Treptow-Nord eG und das finanzkontor GmbH & Co KG gegen häusliche Gewalt. Mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ war auch die Kaiser’s Tengelmann AG, langjähriger Partner der Kampagne, wieder dabei. 500.000 Bäckertüten wurden am 24. November durch die Bezirksbürgermeister/innen in den BackStops der Kaiser‘s Filialen in allen Bezirken an Bürgerinnen und Bürger verteilt.

In Neuköllner Obst- und Gemüsegeschäften und auf den Wochenmärkten wurden 50.000 Tüten mit dem türkischen Slogan „Aile içi siddete son - Schluss mit Gewalt in der Familie verteilt. In diesem Jahr wurde die Kampagne um 50.000 Tüten mit dem arabischen Slogan „häusliche Gewalt zerstört die Familie und die Gesellschaft“ erweitert. Es engagieren sich die ReiseCenter Berlin GmbH, Kaplan GmbH, Yeni-Bolu Marktkette. Auch in den Freitagsgebeten haben sich die Imame in der Neuköllner Begegnungsstätte – Haus des Friedens und in der Sehitlik Moschee deutlich gegen Gewalt in der Familie und Zwangsehen ausgesprochen.

In Kreuzberg-Friedrichshain wurden 500 Stoffbeutel mit einem deutschen und türkischen Slogan „Nein zu Gewalt an Frauen - Kardimlara uygulanan siddete hayir“ verteilt.

2008
Das Private ist betrieblich
Unternehmen engagieren sich gegen häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt verursacht jährlich hohe Kosten für Unternehmen. Schätzungen zufolge sind ca. 20-25% der Arbeitsausfälle von Arbeitnehmerinnen auf Häusliche Gewalt zurückzuführen. Häusliche Gewalt mindert die Produktivität, Unternehmen sind also unmittelbar von den Auswirkungen betroffen.

Die Fachtagung "Das Private ist betrieblich", die am 26. November im Berliner Umweltforum stattfand, zeigte Wege auf, wie Unternehmen bereits mit niedrigschwelligen Maßnahmen im präventiven Bereich sich gegen häusliche Gewalt positionieren und so einen Beitrag zum Schutz betroffener Frauen leisten können. In drei workshops für Unternehmen unterschiedlicher Größen wurden Best-Practise Beispiele von Unternehmer/innen vorgestellt, die die sogenannte Workplace Policy in ihren Betrieben bereits praktizieren.
Das Konzept der Workplace Policy ermöglicht es Unternehmen und Institutionen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Fürsorgepflichtgegenüber Arbeitnehmer/innen gerecht zu werden. Dadurch tragen sie zum Schutz der Gesundheit sowie der Vorbeugung und Vermeidung von häuslicher Gewalt bei. Gleichzeitig wird den durch Arbeitsausfälle und Produktivitätsverluste entstehenden hohen Kosten entgegengewirkt.

TERRE DES FEMMES e.V. hat die aus dem angelsächsischen Raum stammende Strategie der Workplace Policy 2007 in Deutschland eingeführt.

Die Tagung wurde mit einer Pressekonferenz zur Präsentation der Werbeträger der Kampagnen: "Für ein Zuhause ohne Gewalt" und "Gewalt kommt nicht in die Tüte" durch den Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf und den sich beteiligenden Unternehmen – Kaiser’s Tengelmann AG, Berliner Stadtreinigung (BSR), Berliner Fenster, gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Neukölln eG, Vineta 98 Wohnungsgenossenschaft eG und die Wohnungsbaugenossenschaft "Treptow Nord" eG. - eröffnet. Werbeträger des Jahres waren Tüten, Kugelschreiber, Handwärmer, Notizbücher, Schlüsselmäppchen und Regenschirme.

In Neuköllner Obst- und Gemüsegeschäften und auf den Wochenmärkten wurden insgesamt 50.000 Tüten mit dem türkischen Slogan "Aile içi siddete son – Schluss mit Gewalt in der Familie" und dem arabischen Slogan:

"- häusliche Gewalt zerstört Familien und die Gesellschaft" verteilt.

2009
"Die Leute vergessen ihre privaten Probleme nicht am Werkstor."
Das Private ist betrieblich II
Unternehmen sagen NEIN zu Häuslicher Gewalt

Innerbetriebliche Strukturen sind ein wichtiger Handlungsraum für das Engagement gegen häusliche Gewalt. Nach erfolgreicher Vorstellung des innovativen Konzeptes auf der Fachtagung im Jahr 2008 war es Ziel des 2. Fachtages, Erfahrungen bereits beteiligter Unternehmen und Institutionen weiterzugeben, um so die Etablierung der Workplace Policy in Deutschland effizient voranzubringen. Im Rahmen von vier Workshops wurden deshalb erste Erfahrungsberichte über die Umsetzung der Workplace Policy von Berliner Unternehmen und Verwaltungen präsentiert. Es wurde über arbeitsrechtliche Aspekte informiert und alle wichtigen Informationen für einen "Neueinstieg" angeboten. Vor allem ging es aber um den organisierten Erfahrungsaustausch der Unternehmen und Institutionen, die mit der Umsetzung der Workplace Policy begonnen haben. Thematische Schwerpunkte waren arbeitsrechtliche Aspekte und die Präsentation von Beratungs- und Hilfseinrichtungen in Berlin. Mitarbeiterinnen von Antigewaltprojekten und der Polizei stellten abschließend das Berliner Beratungs- und Hilfesystem vor.

Dank des Engagements von zahlreichen Berliner Unternehmen konnten wir die erfolgreiche Öffentlichkeitskampagne mit den zwei Slogan "Gewalt kommt nicht in die Tüte" und "Für eine Zuhause ohne Gewalt" nun bereits im 7. Jahr mit einem Pressetermin am 23. November, 9:30 Uhr in der Auferstehungskirche des Umweltforums Berlin starten.
Der Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Herrn Harald Wolf stellte gemeinsam mit den unterstützenden Unternehmen die Werbeträger Kalender, Stresshäuschen, Tüten, Kugelschreiber, Maßbänder, Lippenpflegestifte u.a. der Aktion vor.

In Neukölln wurden wieder Aktionstüten mit dem türkischen Slogan "Schluss mit Gewalt in der Familie" und dem arabischen Slogan "Häusliche Gewalt zerstört Familien und die Gesellschaft" in zahlreichen Obst- und Gemüsegeschäften und auf den Wochenmärkten verteilt. Die Gleichstellungsbeauftragte konnte mit dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) gAG und dem Türkisch-Deutschen Zentrum e.V. engagierte bezirkliche Kooperationspartner gewinnen, die die Finanzierung der Tüten übernahmen.

2010
Die Öffentlichkeitskampagne zeigt Wirkungen

Seit 2004 führen wir nun die Öffentlichkeitskampagne berlinweit durch.
Bei unseren Aktionen in den Kaiser's Filialen konnten wir im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürger registrieren, dass es eine gewachsene Sensibilität und Aufgeschlossenheit für das Thema der häuslichen Gewalt gibt.
Einige der Unternehmen, die uns bereits seit vielen Jahren im Rahmen der Kampagne mit eigenen Werbeträgern unterstützen, haben begonnen, das Thema im Sinn der Workplace Policy bei sich "im Haus" umzusetzen.

Kontakt

Heike Gerstenberger
Gleichstellungsbeauftragte Bezirksamt Pankow von Berlin
Breite Straße 24 A – 26, 13187 Berlin
Tel.: 030 902 95-23 05, Fax: -2318
heike.gerstenberger@ba-pankow.verwalt-berlin.de

Sylvia Edler
Gleichstellungsbeauftragte Bezirksamt Neukölln von Berlin
Karl-Marx-Straße 83, 12040 Berlin
Tel.: 030 68 09-35 55, Fax: -2445
gleichstellungsbeauftragte@bezirksamt-neukoelln.de
www.berlin.de/ba-neukoelln/gleichstellungsbeauftragte

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite:
Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Berlins
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen
BIG Hotline und Terre des Femmes Berlin

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