BIG Newsletter Ausgabe 38 // Dezember 2014

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Rückblick auf das fast schon vergangene Jahr 2014 beeindruckt: überall auf der Welt haben sich Aktivist/-innen erfolgreich für die Rechte von Frauen und Mädchen eingesetzt, Debatten angestoßen und Reformen durchgesetzt: die Europaratskonvention zum besseren Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt tritt in Kraft, in Deutschland wurde eine Reform des Sexualstrafrechts erreicht, und in Berlin haben Politik und Medien rund um den 25.11. ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die sich so und anders für die Rechte von Frauen und Mädchen eingesetzt und unsere Arbeit gegen häusliche Gewalt vorangebracht haben. Wir freuen uns auf die neuen Aufgaben im nächsten Jahr.

Bis dahin wünschen wir allen besinnliche Feiertage und einen schönen Jahreswechsel!

Ihr BIG Team

Mitteilungen

Jetzt online!

Neuer Spot von BIG e.V.: Häusliche Gewalt hört nicht von alleine auf

(2014/12) BIG e.V. hat einen Spot produziert, der bereits erfolgreich auf den größten Bahnhöfen Berlins lief. Er macht in drei Sprachen die Telefonnummer der Hotline bekannt. Jetzt hier anschauen:

Frauengeschichte

Wegbereiterinnen-Kalender 2015

(2014/12) Der Kalender "Wegbereiterinnen" stellt auch im kommenden Jahr wieder 12 bedeutende Frauen vor. Er erscheint nun schon im 13. Jahr und kann bestellt werden.

Frauenhauskoordinierung

Neue Qualitätsempfehlungen für Frauenhäuser und Fachberatungsstellen

(2014/12) Die Frauenhauskoordinierung hat in einem mehrjährigen Prozess Qualitätsstandards für die Arbeit mit Gewalt betroffenen Frauen erarbeitet. Im Ergebnis eines seit März 2014 laufenden breiten Diskurses konnten alle Mitgliedsverbände der FHK den Qualitätsempfehlungen in der vorliegenden Fassung zustimmen.

Petition

Abschaffung des griechischen Hilfesystems bei häuslicher Gewalt verhindern

(2014/12) Laut dem europäischen Netzwerk WAVE droht in Griechenland die Kürzung aller Mittel für die Frauenhilfe-Infrastruktur - was einer Abschaffung des Unterstützungssystems bei häuslicher Gewalt gleichkäme. Deshalb bitten griechische Aktivistinnen um Unterstützung. Zur Petition geht es hier:

BIG e.V. und S.I.G.N.A.L. fordern:

Sicherheit für Gewaltopfer: ärztliche Mitteilungspflicht an Krankenkassen bei häuslicher und sexueller Gewalt abschaffen

(2014/11) Seit 2013 müssen Ärzt/-innen und Therapeut/-innen Fälle von Misshandlung, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen gegenüber den Krankenkassen nicht mehr melden. Die Mitteilungspflicht kann sich aber auch für Betroffene häuslicher Gewalt negativ auswirken. BIG Koordinierung und S.I.G.N.A.L e.V. fordern daher eine Abschaffung der Mitteilungspflicht in Fällen häuslicher Gewalt gegen Erwachsene.

SIGNAL übersetzt WHO-Handlungsempfehlungen

Leitlinien zur Gesundheitsversorgung von Betroffenen häuslicher Gewalt

(2014/07) Seit Sommer 2013 liegen erstmals evidenzbasierte Leitlinien der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zum Umgang der Gesundheitsversorgung mit häuslicher und mit sexueller Gewalt vor. Ergänzt werden die Leitlinien durch Infografiken. S.I.G.N.A.L. e.V. hat die englisch-sprachigen Leitlinien und Infografiken lizensiert durch die WHO und finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übersetzt.

Schweizer Studie

Wie erleben Betroffene den Interventionsprozess?

(2014/07) Eine Studie in der Schweiz hat untersucht, wie Betroffene von häuslicher Gewalt institutionelle Interventionen wahrnehmen und bewerten. Die Studie steht zum Download bereit.

Teen Dating Violence

Website mit Hilfsangeboten bei Gewalt in Teenagerbeziehungen

(2014/07) Fünf von zehn Jugendlichen erleben Gewalt in ihren Beziehungen. Unter der Adresse www.was-geht-zu-weit.de hat die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen gemeinsam mit der Hochschule Fulda ein Online-Angebot zum Thema Gewalt in Teenagerbeziehungen gestartet.

Neue Datenbank

ODABS - Onlinedatenbank für Betroffene von Straftaten

(2014/07) Die Website gibt Betroffenen von Straftaten einen Überblick über Unterstützungsangebote in Deutschland. Eine Detailsuche ermöglicht es, das passende Angebot in der Nähe zu finden.

Jahresauswertung 2013

BIG Hotline: So viele Mobile Interventionen wie nie zuvor

(2014/07) Die Zahl der aufsuchenden Beratungen stieg 2013 deutlich an. Vor allem Frauen in akuten Krisensituationen und solche mit hochkomplexen Problemkonstellationen nutzten das Angebot von MI und Anlaufstelle. Mehr Kinder als Frauen befanden sich im Jahresverlauf in der Anlaufstelle. Der ausführliche Bericht steht zum Download zur Verfügung.

Gewalt in Teenagerbeziehungen

Projekt "Gute Liebe - schlechte Liebe" um ein Jahr verlängert

(2014/06) Dank einer erneuten Förderung durch die Werner-Coenen-Stiftung kann das Projekt "Gute Liebe, schlechte Liebe" von BIG Koordinierung ins dritte Jahr gehen. Zwischen Juli 2014 und Juni 2015 kann mit weiteren sechs Klassen zu gewaltfreien Beziehungen gearbeitet werden.

Veröffentlichungen + Medien

Jahresauswertung 2013

BIG Hotline: Zahl der Anrufe weiter gestiegen

(2014/10) 2013 gingen durchschnittlich 25 Anrufe pro Tag bei der BIG Hotline ein. Insgesamt erreichten die BIG Hotline 9217 Anrufe. Das sind deutlich mehr als in den Vorjahren. Der gesamte Bericht über die telefonische und pro-aktive Beratung ist jetzt zum Download verfügbar.

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Maskulismus. Antifeminismus zwischen vermeintlicher Salonfähigkeit und unverhohlenem Frauenhass

(2014/09) Unter den verschiedenen männerpolitichen Strömungen in Deutschland verschaffen sich die frauenfeindlichen seit einiger Zeit am aggressivsten Gehör. Robert Claus hat im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung das Phänomen "Maskulismus" analysiert.

Gesundheit und Gewalt

Ärztemappe und Patientinneninfo zu häuslicher Gewalt

(2014/09) Die Informationsbroschüre „Häusliche Gewalt: erkennen und helfen“ bietet Informationen zur Diagnostik, Dokumentation und ärztlichen Interventionsmöglichkeiten bei häuslicher Gewalt. Die ergänzende Patientenmappe soll Betroffene dabei unterstützen, Hilfeangebote zu nutzen. Die Broschüren sind kostenlos in mehreren Sprachen erhältlich.